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Bundesliga

Was Sie über den Video-Assistenten wissen sollten: Fragen und Antworten für Sportfans

3 Min. Lesezeit

Einsatz des Video-Assistenten in der Bundesliga: Ein Schritt zur Gerechtigkeit im Fußball

Mit Beginn der Saison 2017/18 hat die Bundesliga einen wichtigen Schritt in Richtung Transparenz und Gerechtigkeit im Fußball mit der Implementierung des Video-Assistenten (VAR) gemacht. Dieses ehrgeizige Projekt, geleitet von der Bundesliga und dem DFB in Zusammenarbeit mit der FIFA und dem International Football Association Board (IFAB), zielt darauf ab, den Schiedsrichter bei Entscheidungen zu unterstützen und mögliche Fehler, die während der Spiele auftreten können, zu minimieren.

Bis zur Saison 2019/20 wird VAR auch in 306 Spielen der 2. Bundesliga präsent sein, um ein hohes Niveau der Bereitstellung von Technologie und Standards, die mit denen der Bundesliga vergleichbar sind, sicherzustellen. Dies ist eine Initiative, die von den Clubs der 2. Bundesliga im März 2019 genehmigt und von einer einstimmigen Sitzung der Organisation Bundesliga im Mai bestätigt wurde.

Fragen und Antworten zum Video-Assistenten

Eine der Hauptfragen ist: In welchen Situationen kann der Video-Assistent eingreifen? Er hat die Möglichkeit, in vier Hauptfällen einzugreifen:

  1. Wenn ein Tor erzielt wird und Zweifel an einem Foul, einer Handspielhilfe oder einer Abseitsposition bestehen.
  2. Im Falle von nicht korrekt verhängten Strafstößen.
  3. Im Falle von roten Karten, wenn die Strafe nicht verhängt oder falsch verhängt wurde.
  4. Wenn es eine Verwechslung von Spielern bei Kartenstrafen gibt.

Der Eingriff des Video-Assistenten ist nur möglich, wenn ein klarer und offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters auf dem Feld festgestellt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, hat der Video-Assistent kein Recht einzugreifen.

Das Team der Video-Assistenten

Für die Saison 2019/20 hat die Bundesliga 31 Video-Assistenten (VA) engagiert, darunter bekannte Schiedsrichter der Bundesliga und einige qualifizierte Schiedsrichter der 2. Bundesliga. Sie wurden intensiv geschult und sind von IFAB für ihre Kompetenzen in dieser Rolle anerkannt.

Die Video-Assistenten arbeiten vom Video-Assist-Center in Köln aus, wo sie in der Lage sind, bis zu zehn Spiele gleichzeitig zu verfolgen und somit direkte Unterstützung für die Schiedsrichter in den Stadien zu bieten. Obwohl die Anzahl der verfügbaren Kameras variiert, bietet jedes Spiel mindestens 19 bis 21 Kameras in der Bundesliga und 7 bis 11 in der 2. Bundesliga, was einen hohen Standard für die Überprüfung von Situationen gewährleistet.

Kommunikation und Transparenz

Die Schiedsrichter auf dem Feld kommunizieren über ein Headset mit dem Video-Assistenten, was einen schnellen Austausch von Informationen ermöglicht. Sie haben auch die Möglichkeit, einen Monitor am Spielfeldrand zu konsultieren, um wichtige Situationen zu überprüfen, die eine Verifizierung erfordern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Fans über die von den Video-Assistenten durchgeführten Überprüfungen durch Nachrichten informiert werden, die auf dem Bildschirm im Stadion übertragen werden, was die Transparenz für diejenigen erhöht, die das Spiel aus der Nähe verfolgen.

Zusammenfassend zielt die Implementierung des Video-Assistenten in der Bundesliga darauf ab, ein gerechteres und genaueres System für Entscheidungen während der Spiele zu schaffen, wodurch Fußball ein fairerer Sport für alle Beteiligten wird, von Spielern und Trainern bis hin zu Fans.

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